Mein persönliches Highlight: VOX - das perfekte Dinner

Wen es interessiert, wie ich die Produktionszeit des "perfekten Dinners" auf VOX erfahren wird hier fündig. Der Produktionszeitraum für die Sendewoche vom 05. bis 09. März war gleich zu Anfang des Jahres - also etwa acht Wochen vor der Sendung.

Mit meinem Gastgebertag am Freitag endet eine anstrengende Woche und vorerst auch dieser Blog. Zu einem Stern habe ich es zwar nicht gebracht, aber kochen, das hab ich gelernt.

Montag, 2. Januar 2012

50. Finale in sechs Teilen - TEIL 2 - MONTAG

Um acht bin ich wach. Weiterschlafen, Glotze, Facebook oder Sport? - Ich entscheide mich für den Sport. Danach ausgiebig Duschen, gefolgt von ausgiebigen Wellnessanwendungen. Einbildung soll ja bekanntlich auch schon helfen. Ich bin froh und dankbar dieses hervorragende Survivalkit, dass mir zwei Freundinnen für die Reise zusammengestellt haben, dabei zu haben. Zuerst eine entspannende Hyaluronmaske, Augenroll-on gegen die Augenringe und die erste Ampulle für den ersten Tag. Gleichmäßig im Gesicht und auf Dekolletee verteilen. Mein Dekolletee kann es gebrauchen. Im Prinzip gibt es nichts besseres als Warten mit Cremes und Tübchen zu verbringen. 

Dann wieder die quälende Frage: "Was ziehe ich bloß an!" Es ist das erste Interview. Ich bin der erste. Keine Ahnung was da kommt, aber es soll mindestens eine Stunde dauern. Ich gehe meine Checkliste noch einmal durch. Sprich nicht zu hoch, zeig dich mehr von der linken Seite, zapple nicht so rum, Sag nichts, was Du nicht später im Fernsehen sehen und hören möchtest, bleib ruhig und lach bloß nicht zu hysterisch. Okay, es sind noch neunzig Minuten und ich werde erstmal einen Kaffee trinken. Kein Frühstück!

Noch 25 Minuten. Mein Magen wird nervös. Ich laufe im Zimmer auf und ab. Die Hände zittern und sind nass. Kalt und nass. Das Outfit ist okay, denk ich. Haltung bewahren und los.

Ein letzter Blick in den Spiegel. Mensch, seh' ich gut aus. Das Zeug wirkt wunder, bilde ich mir ein!

Dann ging alles ganz schnell. Ein Team von drei Leuten nimmt mich in Empfang. Für Kamera- und Tontechniker reine Routine. Kaum Worte, Hunger und Durst stehen im Vordergrund. Die Grundbedürfnisse halt. Dann werde ich verkabelt. Die Kamera steht falsch. Ich muss leider meine rechte, statt meiner linken Seite präsentieren; na hoffentlich komme ich später nicht wie ein Pfannkuchen rüber. Ich denk mal meine Augenringe werden schon von den übrigen Mängeln ablenken. Das Interview dauerte eine Stunde. Die Fragen allgemein und eigentlich locker zu beantworten. Aber es wäre nicht das perfekte Dinger, wenn da nicht auch einige fiese Fragen dazwischen wären. Und mit fiesen Fragen meine ich, dass man überhaupt keine andere Wahl hat, als in jedem Fall eine Wertung abzugeben. Haben wir doch zunächst erörtert, was bei mir nicht auf den Teller kommt, wie zum Beispiel Stopfleber; allerdings eher aus politischer Sicht, als aus geschmacklicher, gefolgt von der Menübesprechung für den heutigen Abend. Paukenschlag: Vorspeise Stopfleber. Nun heißt es, sich nicht um Kopf und Kragen reden. Bei einer Runde aus vier ambitionierten Hobbyköchen und einem Profikoch muss es doch einfach ordentlich Streitpotential geben. Das wird zumindest von uns erwartet. Da wären Dauernörgler, Besserwisser, Nichtsesser und Profiköche. Der Einstieg war leicht, aber es folgen noch vier weitere Tage. Doch nun freue ich mich auf unsere Gastgeberin für den heutigen Abend - Jessica mit Ihrem Menü:


Ravioli vom Ochsenschwanz - Fois Gras
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Lackiertes Rauchlamm und Gartengemüse
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Frankfurter Kranz und Äpfel

Da ich keine Ahnung hatte, was ein Frankfurter Kranz ist, ich jedoch antworten musste habe ich mir eine Antwort aus der Nase gezogen. Möglichst vage, doch bei anschließender Recherche musste ich feststellen, dass ich komplett daneben lag. Da wird dann die Stimme aus dem Off auf jeden Fall Ihren Spaß an mir haben. Sei auch mal die Frage daran allgemein in den Raum gestellt: Verbirgt sich hier hinter ein Profikoch-Menü?


Wohl frisiert und gut gekleidet war Treffen der Kandidaten um 18:00h an einer so neutralen Adresse, die so neutral war, dass drei von vier Taxifahrern diese nicht fanden. Entweder sie haben die Adresse nicht in ihr Navigationsgerät eingeben können oder sie fanden das Ziel einfach nicht. Für mich lag das Ziel etwa vierhundert Meter Luftlinie vom Hotel entfernt. Mein Taxifahrer hat sich sehr über die Fahrt gefreut und zum Dank noch mal eine Extrarunde gedreht, sodass ich letztlich auch bei sieben Euro raus kam. Der Grund, dass wir uns zunächst an einer neutralen Adresse trafen war, dass man Bedenken hatte, man könne Rückschlüsse auf die Identität des Kandidaten ziehen, wenn man deren richtige Adresse kenne. Ich war der erste und zu früh. Es war kalt und kurz davor wieder mit dem Regen zu beginnen. Ich mache mir Sorgen über meine Haare. Eine viertel Stunde später kommt ein Van. Ein Betreuer, so Mitte ende Zwanzig vielleicht, begrüßte mich und nimmt mich in Empfang. Man plaudert. Nervosität ist spürbar, aber hält sich in Grenzen. Da bin ich nun in meinem blaukarierten Hemdchen und blauen Pullöverchen und hätte doch lieber Schlabberjeans und Kapuzenshirt getragen. Mit einer viertel Stunde Verspätung kommt Kandidat Nummer zwei. Ein junger Mann, vierundzwanzig Jahre alt in einem Schwebezustand zwischen abgestresst und abgenervt. "A jo, nix wisse die Taxifahrer, nix.. kaaner von däne…." - Unüberhörbar. Wir sind in Hessen. Nun gut, eigentlich handelt es sich um den Kandidaten aus Mainz und Mainz liegt ja bekanntlich in Rheinland Pfalz. In seinem Zustand aufgebrachter Erregung hält er mich für einen von den Betreuern. Als ich den Irrtum aufkläre ist er sichtlich peinlich berührt und schwenkt gekonnt in dahinplätschernden Smalltalk. Man muss sich ja mit seinen Mitkandidaten gut verstehen. Nur gut, dass ich das genau so sehe. "Wo kommst Du her, wo willst Du hin, bist Du der Undercover-Koch?" - Fragen, die wir eigentlich nicht stellen dürfen. Eine weitere viertel Stunde kommt der nächste. Wir liegen derzeit etwa dreißig Minuten hinter der Zeit. Kandidat vier verspätet sich auf unbekannte Zeit. Wir tauschen uns derweil weiter aus und glücklicher Weise finden wir schnell eine Wellenlänge und lachen und scherzen. Anfänglich noch etwas verhalten, später ungehalten. "Also, um die Sache kurz zu machen. Irgendwelche Allergien, Unverträglichkeiten, oder sonstiges? Abneigungen… Wir sind ja jetzt unter uns" fragt uns Martin, Kandidat drei völlig unverblümt. "Nein nichts!" antworteten wir. "Na, bestens das wäre geklärt!" sage ich erleichtert. "Wie sieht das mit Tierallergien aus?" "Auch nicht!" "Die wollen uns das leicht machen, gibt's ja nicht." "Sag mal Alfons, heute Abend da bei der Vorspeise, weißt Du was 'foi graas' (bitte wörtlich aussprechen) ist?" "Na Stopfleber." "Ha, ich dachte mir doch schon sowas." entgegnete Harry. "Ich wollte das noch googlen, aber ich wußte nicht mehr genau wie man das schreibt und fand nur ein paar Infos über dope, das wird's ja wohl nicht sein." "Wer weiß." Ein politisches Gespräch über Stopfleber entbrennt. Harry hat eigentlich keine Meinung dazu und Martin teilt meine Ansicht, dass Stopfleber so mit das politisch unkorrekteste ist, was es gibt, gleichwohl wenn wohlschmeckend. Wir entscheiden die Vorspeise zu nehmen, wie sie kommen wird und erst später ein Urteil zu fällen. In der Zwischenzeit sind wir gefühlt durch ganz Frankfurt gefahren. Es werden Einstellungen für das Fernsehen benötigt, wie wir in den Van einsteigen, wie wir uns kennenlernen und wie und über was wir uns unterhalten. Der Van muss auch einmal an der Kamera vorbei fahren. Das ist schwieriger als gedacht, denn wir befinden uns im Frankfurter Innenstadtlabyrinth der Einbahnstraßen. Dann der Supergag. Da wir nicht wissen sollen, wohin es mit uns gehen wird bekommen wir mit Stoffpralinen zugeklebte Schwimmbrillen auf, ähnlich wie die, die gerne bei "Wetten dass" den Kandidaten aufgesetzt wurden. Ich sag nur Vollhorst. Kandidat vier war immer noch nicht eingetroffen, aber die Bilder wurden ja gebraucht und so sind wir nun weitere gefühlte fünfzehn Minuten durch Frankfurt gefahren. Nach dem unser Fahrer versehentlich die Bremse statt der Kupplung durchgetreten hat, haben wir auf diesen Blindflug nicht mehr so die rechte Lust. Schließlich gesellt sich Kandidat vier zu uns. Kolja aus dem Kölner Raum. Und einer ist nun der 'Undercover Koch'. Wir liegen etwa fünfundvierzig Minuten hinter der Zeit und sind endlich auf dem Weg zu Jessica und Ihrem Menü. Langsam fängt auch schon tatsächlich der Hunger an zu plagen. Die Diskussion über Stopfleber entbrennt erneut. Das Schwungrad beginnt sich zu drehen. Zwei Gegner, ein Befürworter und eine Enthaltung. Für einen kurzen Moment scheint die Situation ein wenig brenzlig zu werden. Aber irgendwie schafften wir es, dass jeder seinen Standpunkt vertreten kann ohne den anderen fertig machen zu wollen. Endlich sind wir bei unserer Gastgeberin angekommen. Ich gebe an dieser Stelle noch mal zu bedenken, dass wir nach wie vor die hässlichen Brillen auf haben und nichts sehen können. Ich finde das super, dass wir trotz Blindheit einen beinahe Streit haben verhindern können. Wir dürfen aussteigen, Brillen auf. Im Gänsemarsch, nur in welche Richtung. "Halt, Stopp, das Licht stimmt nicht." Wieder in den Wagen, Tür zu. Action. Blind aussteigen, sich sammeln Brille ab. Na endlich. Wir stehen direkt vor einem Schild mit der aktuellen Adresse. "Ich glaub die Nummer mit den Brillen hätten wir uns schenken können." bemerke ich. 

Im Fernsehen laufen die Uhren einfach etwas langsamer. Wir stehen zwar mittlerweile vor der Haustür, bis wir jedoch etwas zu essen bekommen vergehen weitere fünfundvierzig Minuten. Mich fröstelt ein wenig. Das Team berät, wir frieren, Kolja raucht. Es wird entschieden. Alle Mann gehen nun zügig auf die Tür zu und klingeln bei Jessica. Tür geht auf, alle rein. Klappe. Fahrstuhl oder Treppe? - Fahrstuhl! - Erst die Kameras, dann wir. Oben angekommen, warten bis die Gastgeberin auf uns eingestimmt worden ist. Das ist ja nun  noch mal eine kritische Sollbruchstelle, denn wir kennen sie ja noch nicht. Es wird über das Alter der Dame gewitzelt und letztlich um niemanden zu verletzen entscheiden wir uns für einen Altersrahmen zwischen fünfundzwanzig und fünfundvierzig. Man spielt auf Sicherheit. Dann endlich, letzte Anweisung:"Stellt Euch kurz vor und dann gleich links, Treppe hoch und Platz machen für die anderen." "Jawoll!" Ding Dong, Die Tür geht auf. "Hallo ich bin der Alfons." "Ich bin die Jessica." nicken, lächeln, Blumen, ab nach links auf die Treppe. Martin versucht gleich einen Wangenkuss los zu werden. "Oh, alles Männer!" sagte sie und versucht ihre Überraschung ein wenig zu verbergen. Der Flur ist eng. Kameras, Licht, Jessica, Aufnahmeleitung ein Flipper und die schmale Treppe. Ab nach oben. Die Wohnung ist groß, hell und ausschließlich mit Designermöbeln ausgestattet. "Du hast ein Faible für Bauhaus?" fragt Martin gleich. Sie gesteht, dass sie nur eine Mitbewohnerin sei und dass die Möbel grösstenteils, eigentlich alle ihrem WG-Partner gehören. Die Situation ist beklemmend. Die Kameras laufen und Jessica noch sichtlich bemüht die perfekte Gastgeberin zu sein. Smalltalk, Sekt und Fingerfood. Gelungener Einstieg. Ich hätte nicht mit ihr tauschen wollen. Ich glaube den ersten Gastgebertag zu führen ist so mit das undankbarste was einem passieren kann. Dazu kommt die Enttäuschung, dass die ganze Runde aus Männern besteht, die bereits damit begonnen haben den Testosteronspiegel hochzufahren. So ist das Spiel. Eine gegen vier. Es hätte auch anders kommen können. 

Man hätte denken können, dass man nun endlich etwas zu essen bekäme. Wir liegen eine Stunde hinter der Zeit. Bis es zur Vorspeise kommt wird es dauern. "So danke schön! Alfons, Du kommst mit uns runter, der Rest geht in den Wartebereich." Äh, völlig aus der Geselligkeit gerissen wird der Aperitif abgebrochen. Für die Aufnahmen reicht es. Es folgt die nächste Interviewrunde. Dieses Mal in dem Van, mit dem wir gekommen waren. Da dieser aber nicht vor der Tür stehen bleiben konnte, muss er erst geholt werden, was etliche Minuten kostet. Danach wird die Kamera eingerichtet. "Äh, habe ich gesagt, dass meine linke Seite die bessere ist?" "Na ob wir das so die Woche einhalten können." Für das Interview im Van haut es jedoch hin. Super. Nun folgt ein fünfzehn Minuten Interview mit Fragen, rund um die Kandidaten. "Hast Du einen Verdacht?, Wer könnte der Koch sein, Was hälst Du von den Leuten, Gastgeberin, Auftakt, Wohnung, wen magst Du am liebsten,…?" Man muss wirklich aufpassen was man sagt. Diese Interviewreihen durchziehen den ganzen Abend. Einmal ganz vorweg, dann zwischen Vorspeise und Hauptgang, zwischen Hauptgang und Dessert, noch einmal nach dem Dessert und abschließend die Bewertung. Die Zeit während des Essens ist kurz, Komplimente werden ausgetauscht, auf die Gastgeberin und die Vorspeisen und Hauptspeisen angestoßen. Cut, Schluss, Interview: "Wie fandest Du die Vorspeise?" Und ob Du willst oder nicht, du sagst etwas, dass sofort nach Kritik klingt, obgleich Du es nicht so meinst. Scheiße, das Ding ist im Kasten. Dann hatte ich hier ja auch noch meine "Stopfleberbühne". Ein Kommentar durchaus erwünscht. So ein Dreck. Sie ziehen Dir Kommentare aus der Nase, über die du dir nur einen Bruchteil von Sekunden wirklich Gedanken machen kannst. Schnell fallen Kommentare wie "lasch", "fade", "etwas mehr Salz wäre nicht schlecht", "Schade um die Stopfleber und das arme Tier", "genial umgesetzt", "handwerklich einwandfrei", "sie hat das schon super gemacht." Wenn das von Alfred Biolek gekommen wäre; einfach vernichtend. Und dabei hat sie es wirklich super gemacht und die Liebe zum Kochen ist spürbar und allgegenwärtig. 
Die meiste Zeit verbringen wir allerdings mit Warten, den Interviews zwischendurch und der "Entdeckungsreise" durch die Wohnräume. Stöberrunde durften wir es nicht nennen. Kolja und ich gemeinsam auf der Dachterasse haben uns vor der Skyline von Frankfurt über den Rauchaparat, der unsere Hauptspeise beinhaltet und Jessicas Kochkünste zu unterhalten. "Kamera läuft." "… und bitte." 
Ich:"Schau mal Basilikum." Kolja:"Na der hat den ersten Frost auch schon hinter sich." Ich zupfe ein Blatt ab und stecke es mir in den Mund. Ich:"Schau mal hier ist dieser Rauchaparat." Kolja:"Das ist unsere Hauptspeise" "Halt! Stopp! - Jessica muss das Fleisch kontrollieren, wir müssen unterbrechen." "Noch mal auf Anfang. Und bitte…" 
Ich:"Schau mal Basilikum." Kolja:"Na der hat den ersten Frost auch schon hinter sich." Ich zupfe ein Blatt ab und stecke es mir in den Mund. Ich:"Schau mal hier ist dieser Rauchaparat." Kolja:"Das ist unsere Hauptspeise." Einfach sureal. Es folgen mal wieder Einschätzungen über "Cook or no-cook" der anderen Teilnehmer. 

Es folgt die Hauptspeise. Ich glaube es ist Mitternacht. Bei der Hauptspeise haben Harry und ich schon so viel Wein intus, dass wir aus irgend einem Grunde in einen Lachflash verfallen. Keiner weiß so recht, worum es ging. Jessica leicht konsterniert, das Aufnahmeteam still. Ich habe mittlerweile eine hochrote Birne und mir laufen die Tränen. Ein Ende nicht in Sicht. Es ist so, wie früher als meine Tischnachbarin in der Schule einen völlig derben Witz riss und ich mich vor der gesamten Klasse gänzlich blamierte, weil ich meinen Lachanfall einfach nicht unter Kontrolle bringen konnte. Schließlich versaue ich die Szene noch als ich in die Runde frage: "Haben wir eigentlich einen Einfluss auf den Schnitt?" "Wie??" fragt Martin, der nicht sofort versteht, was ich meine und ich ihm mit einem flink nach rechts schnellenden Finger versuche auf das siebenköpfige Aufnahmeteam aufmerksam zu machen. Rückwirkend betrachtet vielleicht meine einzige Chance, dass dieser Lachanfall nicht ins Fernsehen kommt. 
Die Zeit streicht so dahin. Die letzten Paarinterviews, dann noch das Dessert gefolgt von der abschließenden Bewertung. Man muss sich ja festlegen und ein paar Punkte waren halt einfach nicht so stimmig. Ich glaube man hätte auch besser bewerten können, aber von mir gibt es für Jessica für dieses Menü und diesen Abend sieben Punkte. 

Nach dreimaligen einsprechen der Punktzahl, bin ich erlöst. Ab nach Hause, das Taxi wartet schon. Um zwei Uhr fünfzig fällt die Tür meines Hotelzimmers ins Schloss. 

Kommentare:

  1. Ich finde diesen Hintergrundbericht ganz großartig. Ich war mir zwar eigentlich sowieso schon sicher, dass das nichts für mich wäre, aber wenn man hier von der ganzen Warterei und der Manipulation der Aussagen liest, dann bin doch ganz sicher. Aber du hattest ja immerhin auch deinen Spaß.

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  2. hallo,
    sehr spannende berichte, vielen dank, so erhält man auch mal einen kleinen einblick hinter die kulissen. auf dem dritten bild sieht man z.b., weshalb der profi beim hauptgang ohne besteck da sitzt ;) freue mich auf die weiteren infos und drücke nachträglich die daumen :)

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